Stiftung
für die unliterarische
Verwendung der Literatur
(Hiobs Vermächtnis)
Vorstandsvorsitzender:
Dr. Thomas Schmitz-Bender
Jahnstr.20, 80469 München
unliterarisch@t-online.de
 

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Regie

Züge wie der “Anachronistische Zug” von 1980 oder jetzt der Aktionszug “Klassenkampf statt Weltkrieg” haben keinen Regisseur, der alles bestimmt. Sondern sind das Ergebnis der Ideen und Anstrengungen von vielen, von Jugendlichen, Arbeitern und anderen, die wie Bertolt Brecht ihre Gegenwart und Zukunft auf der Seite des Proletariats sehen.

Der Aktionszug “Klassenkampf statt Weltkrieg” hat seine Gestalt erhalten in der Generalprobe in Berlin 2011 und auf der ersten Fahrt von Berlin nach Prag und Warschau im Jahre 2011. Er hat sich dabei verändert und kann sich weiter verändern.

Hier ist neben jedem Foto Platz für Ideen für die Fahrten 2012 nach Prag 2013 nach Polen.

Die Frau, die sich auf der alten deutschen Rakete zu halten versucht, regiert in Berlin und gilt als die meist gefürchtetste Frau Europas. (Hier bei Abfahrt 2011 vor dem Berliner “Reichstag”.)

Sie wollten:

Vergeltung
für
1242

 als die Russen
 unter Alexander
 Newski den
 “Deutschen Orden”
 schlugen.

Sie wurden gestoppt.

Sie wollten:

Vergeltung
für
1410

 als die Polen
 bei Grunewald /
 “Tannenberg” den
 “Deutschen Orden”
 schlugen.

Sie wurden gestoppt.

Sie wollen:

Vergeltung
für
1918
1945

 als die Deutschen
 zwei Weltkriege
 verloren.

Stoppt sie !

Das ist Oskar Matzerath aus der “Blechtrommel” von Günter Grass. Er fuhr in zweifacher Gestalt mit. Einmal als derjenige, der bei der Verteidigung der Polnischen Post gegen die Nazis am 1.September 1939 dabei war. Und wenige Jahre später der deutschen Wehrmacht als Unterhaltungskünstler diente.

Für 2013 könnte ausprobiert werden, den “Kampf der Lieder” von der Veranstaltung am 29.9. in 2012, also den Kampf des “Solidaritätslieds” gegen das “Deutschlandlied”, auch im Aktionszug stattfinden zu lassen. Dazu müßten sich auf diesem Wagen 7 Zwerge befinden mit einem großen gläsernen Sarg, in dem sich ein Krokodil befindet. Wenn sie beginnen, es mit “Deutschland, Deutschland über alles” anzubeten, könnte auf dem folgenden oder dem letzten Wagen eine Jugendliche aufstehen oder aus der Luke am Fahrerhaus auftauchen und versuchen, mit dem “Solidaritätslied” dagegen anzusingen. Sie allein kann das “Deutschlandlied” aber nicht übertönen. Weitere Jugendliche stimmen in das “Solidaritätslied” ein. Die Zwerge können aber auch Verstärkung bekommen, indem die Ritter auf dem Wagen vor ihnen ebenfalls “Deutschland, Deutschland über alles” grölen. Jetzt sind die Arbeiter auf ihrem Wagen gefordert, das “Solidaritätslied” mit zu singen.Vielleicht lassen sich jetzt auch einige Zuschauer nicht lumpen und singen mit! Aber erst der Schuß, den eine Jugendliche abgibt, bringt die “Deutschlandlied”-Singer zum Schweigen und beendet den Kampf. Jetzt kann der Zug weiterfahren. Und das Ganze beim nächsten Halt in einer Stadt wiederholen. Bis wir am Ziel unserer Reise angekommen sind.
(In einem Film über die Reise könnte somit auch schön an die Veranstaltung am 29.9.2012 angeknüpft werden!) 

Das Bild zeigt links den Wagen der Jugend mit einer Jugendlichen in der Luke des Fahrerhauses und rechts den Wagen der Arbeiter, auf dem gerade Jochen von Daimler-Benz Bremen spricht.

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